Pressemitteilung

24.03.2004

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Erfolgreich in Zeiten des Wandels

Frankfurt/Main, 24. März 2004. Die november AG entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent weiter und konnte den Unternehmenswert deutlich steigern. So erweiterten die november AG und Siemens Medical Solutions im November 2003 ihre bestehende Entwicklungskooperation auf dem Gebiet der Diagnose zur vollen strategischen Partnerschaft, einschließlich der Option auf ein gemeinsames Unternehmen. Im Bereich Produkt- und Markenschutz wurde gemeinsam mit der österreichischen Hueck Folien GmbH ein neues Sicherheitsmerkmal für Banknoten entwickelt. Dies hatte auch positive Auswirkungen auf den Aktienkurs, der sich zwischen Frühjahr 2003 und Jahresende vervierfacht hat.

Umbau der Konzernstruktur abgeschlossen
Die operativen Entwicklungen werden unterstützt durch den Umbau der november Gruppe in eine Holding. Um mit steigender Marktnähe noch schneller und flexibler auf die Markterfordernisse und Kundenbedürfnisse reagieren zu können, wurden die Geschäftsbereiche Produkt-/Markenschutz (identif) sowie Diagnostik (directif) im Dezember 2003 in 100-prozentige Tochtergesellschaften ausgegründet. Bereits zum 1. Januar 2003 hatte der bisherige Geschäftsbereich Therapie im Rahmen eines Management-Buy-Outs den Weg in die Selbständigkeit gewählt. Die november AG hält Optionen auf Unternehmensanteils- und Erweiterungsrechte sowie gesonderte Gewinnbeteiligungsrechte an diesem Unternehmen. Dadurch ist sichergestellt, dass die wirtschaftlichen Interessen der november AG Aktionäre auch nach dem Management-Buy-Out in vollem Umfang gewahrt bleiben.

15 Prozent Steigerung des Konzernumsatzes
Im Geschäftsjahr 2003 hat die november AG den Umsatz wie in den vergangenen Jahren deutlich steigern können. Der Umsatz der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften november AG, identif GmbH, directif GmbH und PEQLAB Biotechnologie GmbH betrug 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR), dies entspricht einer Steigerung von 15 Prozent. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf TEUR 2.088 gesteigert (2002: TEUR 1.724). Dies bedeutet eine leichte Verbesserung der Konzernbruttoumsatzmarge auf 47 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten reduzierten sich signifikant um 45 Prozent auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Dies ist maßgeblich auf den zum 1. Januar 2003 durchgeführten Management-Buy-Out des forschungsintensiven Therapiebereichs zurückzuführen, der sich auch stark auf die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auswirkte. Im Geschäftsjahr 2003 beschäftigte die november Gruppe auf Vollzeitbasis durchschnittlich 63 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 88).

Konzernbetriebsergebnis um 54 Prozent verbessert
Der Konzernbetriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2003 beträgt -4,4 Mio. EUR und konnte damit um 54 Prozent gegenüber Vorjahreswert von 9,7 Mio. EUR verbessert werden. Auch im Verwaltungsbereich wurden erhebliche Einsparungen erzielt, wie der Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten um 42 Prozent auf 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) zeigt. Das Konzernergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt bei -2,8 Mio. EUR und ist damit deutlich besser als der Vorjahreswert von -5,9 Mio. EUR. Das Ergebnis pro Aktie (IAS 33) wurde mit EUR -0,41 ebenfalls deutlich verbessert (Vorjahr: EUR -0,87, IAS 33). Der Bilanzverlust erhöhte sich um den Konzernfehlbetrag auf 24,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,4 Mio. EUR).

Erfolgreiche Kapitalerhöhung stärkt Position der november AG
Die Konzern-Bilanzsumme betrug zum 31.12.2003 28,6 Mio. EUR (Vorjahr 29,6 Mio. EUR). Aufgrund der im Dezember 2003 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung wurde die Gesamtliquidität weiter verbessert und betrug einschließlich der Finanzanlagen zum Jahresende 2003 12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 15,9 Mio. EUR). Die Liquidität je Aktie lag zum Geschäftsjahresende bei EUR 1,67 (Vorjahr: EUR 2,33). Die neu eingeworbenen Mittel werden vor allem zur Verstärkung der Vermarktungsaktivitäten im Bereich innovativer Produktschutzlösungen (identif) verwendet. Darüber hinaus wird die Entwicklung integrierter Systeme für die patientennahe Nukleinsäurediagnostik (directif) weiter forciert. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich durch Kapitalerhöhung auf EUR 7.468.320 (Vorjahr: EUR 6.811.200). Das Eigenkapital betrug nach Einbeziehung des Konzernfehlbetrags in Höhe von 2,8 Mio. EUR 26,5 Mio. EUR (Vorjahr: 26,1 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote lag somit bei 93 Prozent (Vorjahr: 88 Prozent).

Neue Produkte sichern nachhaltigen Erfolg
"Grundlage unseres Erfolgs sind unsere Produkte. Sie bieten auch und besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen echten Kundennutzen", erläuterte der Gründer und CEO der november AG, Dr. Wolf M. Bertling, auf der Bilanzpressekonferenz des im Prime  Standard Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Biotech-Unternehmens. Ein Beispiel seien die Produkte für den Produkt- und Markenschutz des Tochterunternehmens identif GmbH. Sie sichern bestehende Umsätze, verhindern illegale Produktionen und bieten durch eindeutige Kennzeichnung der Originalware einen wirksamen Schutz gegen ungerechtfertigte Haftungsansprüche aufgrund minderwertiger Plagiate. Für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen bietet die identif GmbH zwei komplementäre Systeme an.

DNA Codes für den Patientenschutz
Die WHO schätzt, dass weltweit rund drei bis sieben Prozent der Medikamente keine Originalpräparate sind. Um Manipulationen jeder Art zu verhindern, hat sich Bristol-Myers Squibb (Deutschland), eines der führenden pharmazeutischen Unternehmen weltweit, entschlossen, zukünftig auch die Verpackungen seiner HIV-Medikamente mit DNA Codes der identif GmbH fälschungssicher auszustatten. Seit mehr als einem Jahr werden bereits bestimmte Krebsmedikamente des Unternehmens mit DNA Codes so gesichert, dass auf dem Weg vom Hersteller zum Patienten jederzeit geprüft werden kann, ob das Medikament echt und authentisch ist. Die Codes bestehen aus einer einzigartigen Abfolge von DNA-Bausteinen. Mit Hilfe eines Handlesegerätes, das kleiner als ein Scanner im Supermarkt ist, kann der Code der DNA-Markierung überall sekundenschnell überprüft werden. Bereits ein nur 20 Codierungseinheiten langer Code erlaubt über eine Milliarde verschiedener Kombinationen und bietet somit 100 Prozent Sicherheit. Die US-amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA hat bereits angekündigt, dass sie die Einführung von eindeutigen, sicheren Kennzeichnungen für Medikamente vorantreiben wird. Der Abschluss mit Bristol-Myers Squibb hat daher nach Einschätzung der identif GmbH Signalcharakter für die Pharmabranche, aufgrund des wachsenden Bewusstseins für das globale Problem Produktpiraterie aber auch für andere Märkte.

Fälschungssichere Banknoten mit november Technologie
Trotz der Kombination unterschiedlichster Sicherheitsmerkmale steigt die Zahl der Banknotenfälschungen weiterhin stark an, nicht nur in Europa. Auch auf diesem Gebiet kann die november Gruppe Lösungen anbieten. Zusammen mit der österreichischen Hueck Folien GmbH, einem führenden europäischen Anbieter von technischen Folien für den Hochsicherheitsbereich wurde im Jahr 2003 ein neuartiges, maschinenlesbares Sicherheitsmerkmal für Banknoten entwickelt. Es weist einen brillanten Kippfarb-Effekt (Colour-Switch) auf und kann zukünftig nicht-maschinenlesbare Merkmale wie Hologrammstreifen ersetzen. Hueck Folien ist gleichzeitig Lizenznehmer der Technologie und erwartet, bereits im laufenden Geschäftsjahr erste Kunden zu gewinnen. Weltweit werden jährlich rund ein dutzend Währungen neu aufgelegt. 

Strategische Partnerschaft mit Siemens Medical Solutions
Die Tochterfirma directif GmbH entwickelt das weltweit erste voll automatisierte molekulare Analysesystem. Mit ihm wird es beispielsweise möglich, Krankheitserreger in Patientenproben über spezifische DNA-Bruchstücke (Nukleinsäuren) frühzeitig direkt zu identifizieren und so die Gefahr bleibender Schäden zu verringern. Herzstück der Produktfamilie ist ein neuartiges elektrochemisches Nachweisverfahren für Nukleinsäuren. Dank der Integration aller bisher üblichen Analyseschritte in einer Einweg-Kartusche (Cartridge) und der Entwicklung eines voll automatischen Steuergeräts (Analyzer) wird ein Labor auf die Grundfläche einer Kreditkarte miniaturisiert. Im November 2003 haben die beiden Entwicklungspartner november AG und Siemens Medical Solutions ihre Zusammenarbeit durch Abschluss einer strategischen Partnerschaft intensiviert. Das erneuerte Siemens Engagement ist ein überzeugender Beleg für die Werthaltigkeit der directif Technologien. Als Partner für die Serienfertigung der Cartridge konnte im Dezember 2003 die Regensburger Wilden AG gewonnen werden, ein Marktführer auf dem Gebiet von Präzisionskunststoff-Bauteilen für die Medizintechnik.

Gute Perspektiven für 2004
Eine der prägenden politischen und gesellschaftlichen Diskussionen des Jahres 2003 war die Kostenreduzierung im Gesundheitswesen. Für das Produktportfolio der november AG bzw. ihrer Tochterunternehmen werden sich in diesem Umfeld zukünftig weiter deutlich verbesserte Umsatzchancen ergeben, beispielsweise für kostengünstige Diagnoseverfahren oder sichere Produktkennzeichnungen. "Auch 2004 wird es uns gelingen, unseren Wachstumskurs fortzusetzen", erklärte november CEO Dr. Bertling. "Höchste Priorität hat dabei der Ausbau des Bertriebsnetzes für die Produkt- und Markenschutzsysteme, um sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene weitere Kunden, Lizenznehmer aber auch strategische Partner zu gewinnen." Für die directif GmbH sind neben der kontinuierlichen Verbesserung der Prototypen von Cartridge und Analyzer die Erweiterung des Einsatzspektrums auf virale und bakterielle Anwendungen sowie der Transfer in die Serienproduktion wichtige Meilensteine im laufenden Geschäftsjahr. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds für molekularbiologischen Forschungsbedarf strebt das Tochterunternehmen PEQLAB Biotechnologie GmbH für das Jahr 2004 ein Wachstum von über 10 Prozent an. Um dies zu erreichen, soll das Produktsortiment weiter ausgebaut, die Exportaktivitäten gesteigert und die Vertriebsmannschaft deutlich verstärkt werden. Weitere Chancen ergeben sich aus der Entwicklung der responsif GmbH. Diese hat mitgeteilt, dass sie im ersten Halbjahr 2004 die klinische Erprobung für ihren immuntherapeutischen Ansatz in der Krebstherapie aufnehmen wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Investor Relations november AG